Treffen mit Christoph Schulz, Unternehmer

 

Das Treffen mit Christoph Schulz war nicht nur sehr lustig, sondern auch informativ. Und man stellt sehr schnell fest, Umweltschützer unserer Zeit sind attraktiv und cool. Sie sind jung, ambitioniert, smart und international vernetzt. Umweltschutz ist eben doch eine coole Sache und nichts für Schnarchnasen.

 

 

 

Sonne, Wind und Müllgeruch

 

Wie stellt man sich ein Treffen mit einem Umweltschützer vor, den man lediglich aus der Zeitung kennt? Und der sich für etwas einsetzt, was gedanklich (und vielleicht auch standörtlich) sehr weit von einem entfernt ist? Oder sollte ich besser schreiben: sehr weit von uns entfernt zu sein scheint?

 

Er setzt sich ein für den Schutz unserer Meere.

Er organisiert Clean-ups.

 

Christoph Schulz - jung, smart, eloquent - ein Mann, der stringent sein Ziel verfolgt. Er hat sich auf die Fahnen geschrieben, dass wir - und damit sind wir alle gemeint, wir Menschen, die wir auf diesem Planeten leben -, dass wir mehr auf unsere Umwelt achten müssen. Und dieser Mann redet nicht nur, er handelt.

 

"Ein Alltag ohne Plastik(müll)." Das ist sein Ziel.

 

Wir trafen uns in der Heide und hatten das Glück, dass die gelben Säcke an den Straßen zur Abholung bereit lagen. Das, was auf dem Foto zu sehen ist, sind die Säcke von zwei Haushalten. Es sind exakt 18 Säcke voller Plastikmüll gewesen. 2 Haushalte in 1 Straße in einem kleinen Dorf mitten in der Heide und 18 gelbe Säcke voller Plastik. Und es stank.

 

Ein reiches Land hat die finanziellen Möglichkeiten, die Entsorgung von Abfall zu organisieren und technisch umzusetzen. Was ist aber mit den armen Ländern?

Kurz geantwortet:

a. es ist schwierig, wenn Armut herrscht

b. es ist schwierig, wenn kein Problembewusstsein vorhanden ist

c. es ist schwierig, wenn keine Schulbildung vorhanden ist

d. es ist schwierig, wenn die Leute sich angewöhnt haben und es als selbstverständlich erachten, an die Küste zu fahren, um ihren persönlichen Hausmüll im Meer zu entsorgen (persönlich erlebt auf Gomera, Indien, Fidschi). Kaum zu glauben, wo es doch Urlaubsländer sind.

 

Fototermin

Idee:

Die Idee hinter dem Bild war: Eine fotografische Darstellung zum Thema  "Wir versinken im Müll".

 

Umsetzung:

Gar nicht so leicht, etwas umzusetzen, was theoretisch plausibel und sehr einfach klingt, aber uns dann doch in der Realität wenig attraktiv erschien.

 

Fazit:

Ich könnte jetzt polemisch werden und fragen: Was macht denn nun ein Wal, wenn er statt Meeresgetier Plastikmüll als Nahrung angeboten bekommt? Ersticken? Verhungern?

 

Und wieso interessiert uns das eigentlich nicht?


Impression

Foto von Christoph Schulz

 

Während Christoph dabei ist, sein nächstes Clean-up vorzubereiten, dürft ihr euch schon mal auf seiner Seite schlau machen: www.careelite.de

und ausprobieren, ob das selbsthergestellte Spülmittel sein Versprechen hält.