Grenzgänger - Eine Lesung im Untereichsfeld

 

Die Grenze ist nach wie vor da. Natürlich rede ich hier nicht von der DDR-Grenze. Ich meine die Landesgrenze Thüringen/Niedersachsen und irgendwie dann auch die Nachrichtengrenze. Veranstaltungen von Obereichsfeldern bleiben in weiten Teilen für die Untereichsfelder "unentdeckt" und umgekehrt. Es ist nicht selbstverständlich, dass wir Obereichsfelder Literaten und Büchermacher im Untereichsfeld Gehör finden.

 

Innerhalb weniger Wochen wird nun aber das 2. Mal aus der Anthologie "Das Mörderische Buffet" (herausgegeben von einer Obereichsfelderin) auch im Untereichsfeld gelesen. Die Lesung am 3.10. mit Claudia Nachtwey (eine Untereichsfelderin) hatte so starkes Interesse hervorgerufen, dass man nicht nur Stühle herbeischaffen, sondern bedauerlicherweise auch Besucher zu anderen Lesungen schicken musste. Es war kein Platz mehr, der Raum zum Bersten gefüllt.

 

Jetzt gibt es eine weitere Lesung. Und nicht nur das: Man möchte sich austauschen. Erfahren. Mehr wissen. Mit Fotos und Lebenserinnerungen. Wie war denn das damals? Und so lange ist es ja auch gar nicht her. Da gibt es eine Menge Zeitzeugen. Und sie sind alle herzlich eingeladen, Fotos und Erinnerungen mitzubringen.

 

Unsere Kollegin Claudia Nachtwey, freie Journalistin, Buchautorin und Illustratorin, die auch schon Preise mit ihren Werken gewonnen hat, wird diese Veranstaltung mit ihrem Beitrag "Grenzgänger" aus der Anthologie eröffnen.

 

Und genau diese Veranstaltung mit Claudias Lesung findet wieder im Untereichsfeld statt. Es lässt hoffen, dass das Eichsfeld trotz aller Grenzen literarisch zusammenwächst.

 

Ich freue mich sehr darüber.

 

Ihre Astrid Seehaus

Journalistin Claudia Nachtwey
Journalistin Claudia Nachtwey